Guter Bauer vs. Böser Bauer

Guter Bauer vs. Böser Bauer – die Diskussion zwischen konventionell und bio.

Ich empfinde die Diskussion zwischen bio und konventionell wie eine gut vs. böse Diskussion. Wenn ich den Fernseher einschalte und etwas zum Thema „Landwirtschaft“ läuft, dann wird die konventionelle Landwirtschaft immer mit den Wörtern „Massentierhaltung“, „Monokultur“ oder auch „Pestizide“ dargestellt. Natürlich gibt es noch weitere negativ besetzte Wörter, die verwendet werden. Im Gegensatz dazu wird die ökologische Landwirtschaft als super und großartig dargestellt. In den Sozialen Medien gibt es etliche Seiten von öffentlich-rechtlichen Sendern, die ebenfalls die ökologische Landwirtschaft als das Goldene vom Ei zeigen.
Auch so kommt es mir öfters vor, dass viele Menschen der Meinung sind, dass Bio extrem gut ist.

Es nervt!!!

Mich nervt diese dämliche gut vs. böse Darstellung der Landwirtschaft. Selbst Landwirte bekommen es sehr gut hin, sich auf dieses gut vs. böse Niveau zu begeben und machen sich gegenseitig schlecht.

Warum werden beide Seiten eigentlich so pauschal und einseitig dargestellt? Sowohl die ökologische als auch konventionelle Landwirtschaft haben ihre Vor- und Nachteile.
Warum „bekriegen“ sich die Landwirte untereinander? Es ist doch egal, ob ökologisch oder konventionell. Es sind nur Wirtschaftsweisen. Letztendlich sind Wir doch Landwirte!! Weiterlesen

Blackout

Überall in meiner Timeline habe ich diesen schönen Post zu einem sogenannten Blackout gesehen. Jedes Mal habe ich mich extrem geärgert. Um den Post kurz zusammenzufassen: Der Post handelt davon, dass Landwirte mit einem Blackout zeigen möchten wer die Macht hat. Ich habe mich gefragt, was möchten mir meine lieben Berufskollegen mit diesem schönen Beitrag sagen?!

Der arme Bauer

Einerseits stellen sich einige Landwirte als der arme Bauer dar. „Die Ernte war so schlecht“, „Das Wetter ist so schlecht“, „Die Preise sind so schlecht“ usw usw. Ich habe auch schon mal gehört, dass Landwirte angeblich mit einem Stein auf der Brust geboren werden, damit sie leichter jammern könnten.

Tja, was soll man dazu sagen. Eine Runde Mitleid für den armen Bauern? Mitleid könnt ihr gerne geschenkt haben. Davon hat jeder eine Menge über, aber von dem Mitleid kann ich mir trotzdem nichts kaufen. Also macht es Sinn sich nach außen so darzustellen?

Der mächtige Bauer

Gelegentlich höre ich Aussagen wie „Der Landwirt ist der wichtigste Beruf der Welt!“ oder auch „Dem müssten wir einfach mal keine Lebensmittel verkaufen, dann merken die wie wichtig Landwirtschaft ist“. Für mich gehört dieser Aufruf zum Blackout ebenfalls in die Rubrik der Machdemonstration.

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Umfrage

Hallo und Herzlich Willkommen

Diese Umfrage findet im Rahmen meiner Masterthesis zu dem Thema „Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft“ an der Hochschule Neubrandenburg im Fachbereich Agrarwirtschaft statt.

Die Umfrage richtet sich an Landwirte und Landwirtinnen. Ihre Anonymität ist gewährleistet. Die Umfrage dauert etwa 5-10 Minuten und besteht aus 15 Fragen.

Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten!

Ihre Meinung zählt und ist wichtig!

Hier geht’s zur Umfrage!

 

Herzliche Grüße
Agnes Greggersen

Wenn de Bur to Stadt kümmt… – Die U-Bahn

Es ist bestimmt schon 15 Jahre her. Da fuhren meine Familie und ich in die große Stadt Berlin. Für mich war es das erste Mal in die Hauptstadt unseres Landes zu reisen.

Mit der Deutschen Bahn ging es hin. Im Hauptbahnhof angekommen, kauften wir am Schalter Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin. Anschließend ging es mit dem Bus zur Unterkunft. So wie man das halt auf dem Dorf macht, stiegen wir vorne im Bus ein, zeigten unser Ticket und der Busfahrer antwortete verwirrt: „Sie müssen das noch entwerten“. Ok… Nun waren wir verwirrt, was dieses Entwerten wohl ist…

Der Fahrkartenkontrolleur

Nachdem wir unsere Sachen in die Jugendherberge brachten, wollten wir mit der U-Bahn zum Brandenburger Tor fahren. Es ist schon ein großes Highlight und fahren mit so einer U-Bahn, denn die gibt es auf dem Land schließlich nicht.  Also saßen wir alle in der U-Bahn und plötzlich kam ein Mann, der ganz normal gekleidet war, in die U-Bahn und fragte nach unseren Fahrkarten. Wir deuteten alle auf unsere Mutter, denn sie hatte das Ticket für uns alle. Als er bei unserer Mutter ankam, sagte sie: „und ich bin die Mutter…“

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Wie werden Schweine geschlachtet?

Das Thema „Schlachten“ ist immer wieder in den Medien. Dabei handelt es sich häufig um „anonyme“ Videos, die die Zustände in den Schlachthöfen dokumentieren. Auch ich muss zugeben, dass ich die Aufnahmen nicht gut finde und mich emotional packen. Das Thema „Tod“ ist aber immer ein sehr emotionales Thema. Jedoch sehe ich diese „anonymen“ Videos kritisch, da sie oft so extrem bearbeitet sind: Die Leute arbeiten im Dunkeln auf dem Schlachthof; die selbe Kuh fährt mehrmals durch das Bild…
Wieso werden die „Beweise“ über mehrere Monate aufgenommen? Warum werden tierschutzrelevante  Verstöße nicht sofort gemeldet? Bietet der Schlachthof etwa nicht genügend Material in kurzer Zeit für ein „anonymes“ Video?

Ich wollte es genauer wissen und mein Wissen nicht aus diesen „anonymen“ Videos beziehen. Also habe ich mich entschlossen unseren Landschlachter zu fragen, ob ich mal zum Schweineschlachten vorbei kommen darf.

Wie werden Schweine geschlachtet?

Es ging früh los: Morgens um 5 Uhr fuhr ich zu unserem Landschlachter. Wir haben die Schweine auf dem benachbarten Betrieb aufgeladen und zum Schlachtraum gefahren.
Vor dem Schlachten begutachtet der Tierarzt die Schweine.

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Das Aufladen der Schweine. (Foto: Forum moderne Landwirtschaft)

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Alternativen zum Schlachten?

Gestern habe ich zwei Kühe verkauft. Wenn die Kühe keine Milch mehr geben, gehen sie zum Schlachter. Auch wenn es mir nicht leichtfällt, natürlich würde ich gerne alle Kühe behalten, aber es gehört trotzdem zu meinem Job. Ich muss Tiere verkaufen, sonst würde mein Stall aus allen Fugen platzen.

Also was habe ich für Alternativen?

Bei dem Schlachten einer Kuh bekomme ich einen sogenannten Schlachterlös. Die Höhe ist abhängig vom Marktpreis für Rindfleisch und der Klassifizierung des Fleisches. Die Klassifizierung wird in die E-U-R-O-P- Klassen, die sich auf den Fleischanteil beziehen, und in den Anteil des Fettgewebes von 1-5 eingeteilt. Je höher der Fleisch- und Fettanteil ist, desto höher ist der Schlachterlös.

Keine Milch = kein Schlachten?

Ohne die Milchproduktion hätten wir unsere Kühe gar nicht. Ein Hund könnte mit einem zusammen in einer Zwei-Zimmerwohnung wohnen. Bei einer Kuh sieht dies schon schwieriger aus und wer möchte schon eine Kuh mit im Haus haben? Also würde es Nutztiere schlicht weg einfach nicht geben!

Ein Gnadenhof oder Lebenshof eröffnen?

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Wenn die Sirene geht, müssen wir los

Zu dieser Feuerwehr bin ich zufällig gekommen. Während meiner Zeit in Mecklenburg-Vorpommern fragte mich Kay, ob ich nicht beim Löschangriff-Wettkampf aushelfen möchte. Da ich das Motto lebe, dass man auf dem Sofa keine Leute kennen lernt, sagte ich ihm zu und SCHWUPS war ich in der Feuerwehr. Als ich wieder nach Hause kam, wechselte ich zu der Freiwilligen Feuerwehr Hasselberg.

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Meine Motivation

Im Gegensatz zu den Großstädten sind wir in Freiwilligen Feuerwehren organisiert, also jeder von uns macht das ehrenamtlich. Meine Motivation dabei zu sein ist: Wenn es brennt, möchte ich, dass jemand da ist und das Feuer auf unserem Hof löscht. Ich möchte, dass mich jemand bei einem Verkehrsunfall aus dem Auto schneidet und befreit.

Wenn die Sirenen gehen, weiß ich nie, was passiert ist. Wird ein Kind oder eine Person vermisst? Gab es einen Verkehrsunfall? Müssen wir den Sportplatz für den Rettungshubschrauber absichern? Brennt ein Haus? Erst am Feuerwehrgerätehaus kann ich an der Tafel lesen, wo es hingeht und was los ist. Weiterlesen